Die Ortschaft Löhnhorst gehört zum Kerngebiet der Bremer Schweiz und hat 890 Einwohner. Noch vor einem Jahrhundert war Löhnhorst ein weltabgeschiedenes Bauerndorf mit nur geringen Verbindungen zur Außenwelt.
Im Jahr 1869 siedelte sich der deutsch - amerikanische Kaufmann Ficken, der es auf der anderen Seite des Atlantiks zu Reichtum gebracht hatte, im Bereich Hohehorst an und ließ sich die Villa "Waldheim" erbauen, die heute als evangelisches Gemeindehaus genutzt wird. Der weitläufige Park mit seinen riesigen Rhododendronbüschen bildet den Rahmen für eindrucksvolle Pfingstgottesdienste im Freien oder für Gemeindefeste.
Die Löhnhorster Feldmark war ursprünglich ein Wald- und Heidegebiet mit kleinen Kolonisationsinseln die sich allmählich ausweiteten. Die Flur ist auch heute noch von zahlreichen Buschgruppen und Gehölzstreifen gekennzeichnet. Auf diese Wälder wird auch der Dorfname zurückgeführt, denn "Löh" bedeutet soviel wie Busch oder Wald. Die Größe der Löhnhorster Flur beträgt rund 470 Hektar.
Der rein dörfliche Charakter begann sich schon seit 1900 zu wandeln, als Arbeitskräfte der wachsenden Industrie im Raum Blumenthal günstige Ansiedlungsmöglichkeiten suchten und daneben sogar Heimarbeit Fuß fasste, an die noch heute die Bezeichnung "Op de Löpelborg" erinnert, die auf Löffelherstellung hinweist. Später dann hat sich aus einer kleinen Gastwirtschaft ein beachtliches Ausflugsziel entwickelt.